Kursanmeldung

Die nächsten Kurse (jeweils 40 Stunden) im Rahmen des Curriculums der Zusatz-Weiterbildung "Palliativmedizin" mit maximal 20/24 Teilnehmern finden statt:

Kurseinformation

Teilnahmebedingungen Zertifizierung Kosten Zahlungsbedingungen Stornierung

Der Basiskurs sowie die Aufbaukurse (Modul1-3) richten sich an Ärzte. Gesondert ausgewiesene Kurse werden interprofessionell angeboten und richten sich an folgende interessierte Berufsgruppen:

° Ärzte
° Pflegepersonal
° Psychologen
° Sozialarbeiter
° Physiotherapeuten
° Theologen

Nach Überweisung des Rechnungsbetrages besteht Anspruch auf eine Kursteilnahme. Als erster Kurs sollte der Basiskurs besucht werden, als letzter das Modul 3.
Die Teilnahme an Modul 3 setzt voraus, dass 1 Monat vor Beginn des Moduls 3 zwei Falldarstellungen schriftlich, wie in den Hinweisen zu den Falldarstellungen beschrieben, eingegangen sind

Alle Kurse werden rechtzeitig bei der zuständigen Ärztekammer für die Zertifizierung zur Fort- und Weiterbildung angemeldet. 

600,00 €/Kurs bzw. Modul inkl. Zertifizierung, Vortrags-CD und sonstigem Material
zzgl. Verpflegung laut Programm und evtl. Übernachtung

Verpflegung (5 Tage während des Kurses):
Worpswede bei Bremen: 190,00 €
Celle: 100,00 €
Hamburg: ca. 220,50€

Übernachtung (im Einzelzimmer inkl. Frühstück pro Nacht):
Worpswede bei Bremen: 60,00 € 
Celle: 55,00 €
Hamburg: 63,00 €

Nach schriftlichem Eingang der verbindlichen Anmeldung erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Eine Teilnahme ohne Kursplatzbestätigung ist nicht möglich. Die Rechnung sowie weitere Informationen wird Ihnen ca. 4 Wochen vor Kursbeginn zugestellt und muss bis zum angegebenen Zahlungsziel auf das genannte Konto überwiesen werden. Sollte die Zahlung bis zum angegebenen Zeitpunkt nicht eingegangen sein besteht kein Anspruch auf die Kursteilnahme.

Bei Stornierung der Teilnahme nach vorheriger Anmeldung gelten folgende Bedingungen:
Die Stornierung ist nur schriftlich möglich.

Stornierung vor der Veranstaltung:

bis 4 Wochen: Erstattung von 100% der Kosten
bis 2 Wochen: Erstattung von 50% der Kosten
weniger als 2 Wochen oder Nichterscheinen: keine Kostenerstattung

Es besteht die Möglichkeit, bei nicht vorhersehbarer Verhinderung (z.B. Krankheit) den jeweiligen Kurs nach vorheriger Absprache zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
Der Kurs bzw. das Modul kann von unserer Seite her bis zu 4 Wochen vor der Veranstaltung abgesagt werden. Wir behalten uns vor, die Wahl der Referenten bis zum letztmöglichen Zeitpunkt frei zu wählen.

 

Kursbuch

 

Info 40-Stunden-Basiskurse

(Muster-)Weiterbildungsordnung:

Zusatzt-Weiterbildung Palliativmedizin

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung Weiterbildungsinhalte

Die Zusatz-Weiterbildung Palliativmedizin umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Behandlung und Begleitung von Patienten mit einer inkurablen, weit fortgeschrittenen und fortschreitenden Erkrankung mit dem Ziel, unter Einbeziehung des sozialen Umfelds die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen und sicherzustellen.

Ziel der Zusatz-Weiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Palliativmedizin nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses.

• Facharztanerkennung
• 40 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Palliativmedizin
• Weiterbildungszeit: 12 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2; oder anteilig ersetzbar durch 120 Stunden Fallseminar einschließlich Supervision
Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in
1. Der Gesprächsführung mit Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen sowie deren Beratung und Unterstützung
2. der Indikationsstellung für kurative, kausale und palliative Maßnahmen
3. der Erkennung von Schmerzursachen und der Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände
4. der Symptomkontrolle, z.B. bei Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Obstruktion, ulcerierenden Wunden, Angst, Verwirrtheit, deliranten Symptomen, Depression, Schlaflosigkeit
5. der Behandlung und Begleitung schwerkranker und sterbender Patienten, psychogenen Symptomen, somatischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen
6. der Arbeit im multiprofessionellen Team einschließlich der Koordination der interdisziplinären Zusammenarbeit einschließlich seelsorgerischer Aspekte
7. der palliativmedizinisch relevanten Arzneimitteltherapie
8. der Integration existentieller uns spiritueller Bedürfnisse von Patienten und ihren Angehörigen
9. der Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer sowie deren kulturellen Aspekten
10. dem Umgang mit Fragestellungen zu Therapieeinschränkungen, Vorausverfügungen und Sterbebegleitung
11. der Wahrnehmung und Prophylaxe von Überlastungssyndromen
12. der Indikationsstellung physiotherapeutischer sowie weiterer additiver Maßnahmen

Kursinhalte Programmablauf - Basiskurs: Die zeitlich Abfolge der Kursinhalte kann sich verändern

Mittwoch (6h)
16.00-17.30  Grundlagen der Palliativmedizin (Definition, Kuration vs. Palliation, Historie,Struktur, Organisation)
17.30-17.45 Pause
17.45-19.15

Lebensqualität und psychologische Aspekte in der Palliativmedizin

19.15-20.15 Abendessen
20.15-21.45

Grundlagen der Schmerztherapie: Schmerzverständnis, Epidemiologie, Schmerzarten, Schmerzdiagnosen

Donnerstag (9h)
08.30-10.00 Medikamentöse Schmerztherapie: Pharmakologie, Grundregeln, BtMW, Prophylaxe der Nebenwirkungen
10.00-10.30 Pause
10.30-11.15 Symptomkontrolle I: Übelkeit, Erbrechen, Inappetenz, Ileus
11.15-12.00 Symptomkontrolle II: Obstipation, Diarrhoe
12.00-12.15 Pause
12.15-13.00 Symptomkontrolle III: Dyspnoe
13.00-1400 Mittagspause
14.00-14.45 Schmerzchronifizierung
14.45-15.30 Invasive Schmerztherapie
15.30-16.00 Pause
16.00-17.30 Burn-out und Burn-out Prophylaxe (Supervision u.a.)
Freitag (11h)
08.30-09.15 Kommunikationsmodelle
09.15-10.00 Verbale/nonverbale Kommunikation
10.00-10.30 Pause
10.30.12.00

Besonderheiten der Kommunikation (mit Rollenspielen)

12.00-14.00 Mittagspause
14.00-14.45 Nicht-medikamentöse Verfahren und Physiotherapie in der Palliativmedizin
14.45-15.30 Symptomkontrolle IV: Neuropsychiatrische Symptome
15.30-16.00 Pause
16.00-16.45 Symptomkontrolle IV:Neuropsychiatrische Symptome
16.45-17.30 Symptomkontrolle V: Durst, Mundtrockenheit, Flüssigkeitszufuhr
17.30-19.30 Pause
19.30-21.45 Selbsterfahrung: Das eigene Bild vom Tod
Samstag (9h)
08.30-10.00 Symptomkontrolle VI: Finalphase, Todesrasseln
10.00-10.30 Pause
10.30.11.15 Verbindlichkeit von Verfügungen
11.15-12.00 Teamarbeit in palliativen Einrichtungen
12.00-12.15 Pause
12.15-13.00 Abschied und Trauer
13.00-14.00 Mittagspause
14.00-15.30 Symptomkontrolle VII: Patientenkasuistik
15.30-16.00 Pause
16.00-16.45

Symptomkontrolle VII: Patientenkasuistik

16.45-17.00 Soziale Versorgung von Palliativ-Patienten
Sonntag (5h)
08.30-10.00 Pflegerische Aspekte in der Palliativmedizin (u.a. Versorgung dermatologischer Symptome,Wundversorgung)
10.00-10.30 Pause
10.30.12.00 Ethische und rechtliche Differenzierung (Sterbehilfediskussion)
12.00-12.15 Pause
12.15-13.00 Erfahrungsaustausch, Abschlussdiskussion, Qualitätskontrolle

 

Info 40-Stunden Aufbaukurse Modul 1-3

Kursinhalte - Fallseminare einschließlich Supervision

Fallseminare werden in der (Muster-)Weiterbildungsordnung wie folgt definiert:
Weiterbildungsmaßnahmen mit konzeptionell vorgesehener Beteiligung jedes einzelnen Teilnehmers, wobei unter Anleitung eines Weiterbildungsbefugten anhand von vorgestellten Fallbeispielen und deren Erörterung Kenntnisse und Fähigkeiten sowie das dazugehörige Grundlagenwissen erweitert und gefestigt wird.

Das Fallseminar einschließlich Supervision dient der Ergänzung und Vertiefung in der Praxis erworbener Fähigkeiten und Fertigkeiten. Es eröffnet neben dem Absolvieren der einjährigen Weiterbildungszeit einen zusätzlichen Weg, die Zusatz-Weiterbildung Palliativmedizin zu erwerben. Die grundsätzlichen Strategien palliativmedizinischer Entscheidungsfindung und Handlungsweisen werden exemplarisch reflektiert und auf die Herausforderung der Praxis übertragen. Das Programm umfasst 120 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten, die durch Bildung von modularen Themenschwerpunkten die Weiterbildungsinhalte der (Muster-) Weiterbildungsordnung umfassen. Die ersten beiden Module des Fallseminars einschließlich Supervision sollten flexibel, also nicht in festgelegter Reihenfolge besucht werden können. Modul 1 und 2 dienen der Vorbereitung der dritten Einheit, in der überwiegend komplexe Fragestellungen aus dem palliativmedizinischen Arbeitsfeld der Teilnehmenden erarbeitet werden sollen.

1. Themenschwerpunkte, verteilt auf drei Module
Modul 1-Programmablauf Modul 2- Programmablauf Modul 3- Programmablauf
Der schwerkranke, sterbende Patient, sein soziales Umfeld und das behandelnde Team (40 Unterrichtseinheiten): Kommunikation, psychosoziale Aspekte, 
soziales Umfeld, Symtomkontrolle
Der individuelle Prozess des Sterbens im gesellschaftlichen Kontext (40 Unterrichtseinheiten): Ethik, Trauer, Symptomkontrolle Professionelles Handeln in der Palliativmedizin
(40 Unterrichtsstunden): Bearbeitung komplexer Fragestellungen aus dem palliativmedizinischen Arbeitsfeld anhand von Fallbeispielen der 
Teilnehmenden

2. Zuordnung der Weiterbildungsinhalte nach der (Muster-) Weiterbildungsordnung (Nummerierung vergleiche (Muster-) Weiterbildungsordnung)

2.1 Der schwerkranke, sterbende Patient, sein soziales Umfeld und das behandelnde Team Modul 1 (40 Unterrichtseinheiten): Kommunikation, psychosoziale Aspekte, soziales Umfeld, Symptomkontrolle
Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

  1. der Gesprächsführung mit Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen sowie deren Beratung und Unterstützung
  2. der Indikationsstellung für kurative, kausale und palliative Maßnahmen
  3. der Erkennung von Schmerzursachen und der Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände
  4. der Symptomkontrolle, z.B. bei Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Obstruktion, ulcerierenden Wunden, Angst, Verwirrtheit, deliranten Symptomen, Depression, Schlaflosigkeit
  5. der Behandlung und Begleitung schwerkranker und sterbender Patientinnen und Patienten, psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen
  6. der Arbeit im multiprofessionellen Team einschließlich der Koordination der interdisziplinären Zusammenarbeit einschließlich seelsorgerischer Aspekte
  7. der palliativmedizinischen relevanten Arzneimitteltherapie
  8. der Wahrnehmung und Prophylaxe von Überlastungssyndromen
  9. der Indikationsstellung physiotherapeutischer sowie weiterer additiver Maßnahmen

2.2 Der individuelle Prozess des Sterbens im gesellschaftlichen Kontext Modul 2 (Unterrichtseinheiten): Ethik, Trauer, Symptomkontrolle

  1. Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Erkennung von Schmerzursachen und der Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände
  2. der Symptomkontrolle, z.B. bei Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Obstruktion, ulcerierenden Wunden, Angst, Verwirrtheit, deliranten Symptomen, Depression, Schlaflosigkeit
  3. der palliativmedizinisch relevanten Arzneimitteltherapie
  4. der Integration existenzieller und spiritueller Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen
  5. der Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer sowie deren kulturellen Aspekten
  6. dem Umgang mit Frages tellungen zu Therapieeinschränkungen, Vorausverfügungen und Sterbebegleitung
  7. der Wahrnehmung und Prophylaxe von Überlastungssyndromen
  8. der Indikationsstellung physiotherapeutischer sowie weiterer additiver Maßnahmen

2.3 Professionelles Handeln in der Palliativmedizin Modul 3 (40 Unterrichtseinheiten): Bearbeitung komplexer Fragestellungen aus dem palliativmedizinischen Arbeitsfeld, Hinweise zu den Falldarstellungen

  1. der Gesprächsführung mit Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen sowie deren Beratung und Unterstützung
  2. der Indikationsstellung für kurative, kausale und palliative Maßnahmen
  3. der Erkennung von Schmerzursachen und der Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände
  4. der Symptomkontrolle, z.B. bei Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Obstruktion, ulcerierenden Wunden, Angst, Verwirrtheit, deliranten Symptomen, Depression, Schlaflosigkeit
  5. der Behandlung und Begleitung schwerkranker und sterbender Patientinnen und Patienten, psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen
  6. der Arbeit im multiprofessionellen Team einschließlich der Koordination der interdisziplinären Zusammenarbeit einschließlich seelsorgerischer Aspekte
  7. der palliativmedizinischen relevanten Arzneimitteltherapie
  8. der Integration existenzieller und spiritueller Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen
  9. der Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer sowie deren kulturellen Aspekten
  10. dem Umgang mit Frages tellungen zu Therapieeinschränkungen, Vorausverfügungen und Sterbebegleitung
  11. der Wahrnehmung und Prophylaxe von Überlastungssyndromen
  12. der Indikationsstellung physiotherapeutischer sowie weiterer additiver Maßnahmen

Zertifizierung:

Bitte informieren Sie sich bei Ihrer zuständigen Ärztekammer über die Inhalte der Weiterbildungsordnung insbesondere die Reihenfolge, in der die Kurse belegt werden sollen/müssen.

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